Longevity und Wellness an der slowenischen Adria
Thalassotherapie, Bewegung am Meer und bewusste Auszeiten: In Portorož und Piran trifft eine jahrhundertealte Kurtradition auf einen zeitgemäßen Blick auf Regeneration und langfristiges Wohlbefinden. Gerade im Herbst, wenn es an der Küste ruhiger wird und die große Sommerhitze nachlässt, rücken die natürlichen Ressourcen der Region wieder stärker in den Mittelpunkt: Meerwasser und Meeresluft, Salz, Sole und Salinenschlamm. Sie bilden bis heute die Grundlage zahlreicher Anwendungen und schaffen zusammen mit Bewegung im Freien und einem entschleunigten Tagesrhythmus gute Voraussetzungen für eine bewusste Auszeit.
Kurtradition seit dem 19. Jahrhundert
Die Verbindung von Portorož mit Gesundheit und Erholung reicht weit zurück. Bereits im 13. Jahrhundert nutzten Benediktinermönche Meerwasser und Sole zu therapeutischen Zwecken. Einen wichtigen Schritt in der Entwicklung zum Kurort markierte das Jahr 1885, als der Piraner Arzt Giovanni Lugnani eine kleine Kureinrichtung mit Gästezimmern und Behandlungsbädern eröffnete. 1897 wurde Portorož schließlich offiziell zum Kurort erklärt. Meerwasser, Salz, Sole und Salinenschlamm sind seitdem eng mit der Geschichte des Ortes verbunden und bilden bis heute die Grundlage zahlreicher Wellnessangebote. Heute lässt sich diese Tradition gut mit dem aktuellen Longevity-Gedanken verbinden. Regelmäßige Bewegung, bewusste Erholungsphasen, ausreichend Zeit für Regeneration und ein ausgeglichener Rhythmus stehen dabei im Mittelpunkt. An der slowenischen Adria kommen diese Elemente auf natürliche Weise zusammen.
Von den Salinen ins Spa: Thalassotherapie
Wie diese lange Tradition heute weitergeführt wird, zeigt das Thalasso Spa Lepa Vida. Das Freiluft-Spa liegt direkt in den Salinen von Sečovlje und nutzt natürliche Produkte aus seiner Umgebung, darunter Meerwasser, Salz, Sole und Salinenschlamm. Im September ist Lepa Vida noch wetterabhängig geöffnet, bevor das saisonale Spa von Oktober bis Mai schließt – gerade der frühe Herbst bietet damit noch einmal Gelegenheit für Thalassotherapie mitten in der Salinenlandschaft.
Entlang der Küste finden sich zudem ganzjährig weitere Möglichkeiten für Thalasso und Wellness. Im Thalasso Center der Terme Portorož, Teil des Resorts LifeClass Hotels & Spa Portorož, stehen lokale natürliche Faktoren wie Meerwasser, Fango aus den Salinen, Sole, auch Aqua Madre genannt, und das mediterrane Klima im Mittelpunkt verschiedener Anwendungen. Für Gäste, die nur wenig Zeit haben, bündelt ein eintägiges Express-Programm ein Perlenbad mit Chromotherapie, einen Aufenthalt im Salzraum und Atemübungen. Im Paradise Spa des Grand Hotel Bernardin verbindet das Rasul-Ritual Wärme und Dampf mit einem Salz-Kräuter-Peeling und Salinenschlamm, während das Wellness Benedicta im Hotel Histrion auf Thalasso-Rituale mit Algen, Salinenschlamm und Meersalz sowie einen Salzraum setzt. Im nahe gelegenen Strunjan greifen gleich mehrere Einrichtungen die natürlichen Ressourcen der Küste auf: Das Wellness Syra im Salinera Resort arbeitet mit Meeresmineralien, Magnesium, Algen, Sole und Salinenschlamm. Einen stärker therapeutisch ausgerichteten Ansatz verfolgt das Talaso Strunjan, wo Thalassotherapie seit Jahrzehnten zur Regeneration
eingesetzt wird. Das Tagesprogramm „Antistress & Spinalis“ kombiniert unter anderem therapeutische Massagen mit Magnesium, Fußreflexzonenmassage, eine Massage für Kopf, Nacken und Schultern sowie eine warme Fangopackung. Trotz unterschiedlicher Schwerpunkte verbindet die Einrichtungen der konsequente Bezug zu den natürlichen Ressourcen der Küstenregion.
Bewegung wird Teil der Auszeit
Longevity endet nicht an der Spa-Tür. Rund um Portorož und Piran lässt sich Regeneration unkompliziert mit Bewegung im Freien verbinden. Zwei geführte Reset-Formate am Meer verbinden Bewegung, Atmung und Achtsamkeit –
am Morgen ebenso wie am Abend. Beim morgendlichen Reset stehen somatische Bewegungen, Dehn- und Kraftübungen sowie Atemtechniken auf dem Programm, gefolgt von einer geführten Meditation am Meer. Das abendliche Pendant setzt auf sanfte Dehn- und Entspannungsübungen, bewusste Atmung und Meditation und ist insgesamt ruhiger ausgerichtet. Wer lieber individuell unterwegs ist, kann die Region auf mehreren Rundwegen erkunden, darunter der neun Kilometer lange Piraner Rundweg, der zwölf Kilometer lange Strunjaner Rundweg und der rund 18 Kilometer lange Küstenwanderweg. Auch mit dem Fahrrad lässt sich Bewegung mit Natur und Kultur verbinden. Ein geführtes E-Bike-Erlebnis durch Istrien führt von Portorož über Forma Viva und die Salinen bis in die Dörfer Sveti Peter und Padna.
Unterwegs ergänzen Atemübungen und Einblicke in die Landschaft und Kultur der Region die körperliche Aktivität.
Mediterrane Küche zwischen Meer und Olivenhainen
Auch kulinarisch lässt sich der Gedanke eines bewussten Lebensstils weiterführen. Olivenöl aus den Hainen des Hinterlands, Fisch und Meeresfrüchte aus der Adria sowie viel saisonales Gemüse gehören ebenso dazu wie das Piraner Salz, das in den Salinen von Sečovlje bis heute nach traditionellen Methoden gewonnen wird. Damit finden sich hier viele Bestandteile einer ausgewogenen, mediterran geprägten Ernährung wieder. Im Herbst rücken saisonale Erzeugnisse und das frisch gepresste Olivenöl der neuen Ernte besonders in den Fokus. Die in Slowenisch-Istrien verbreitete Olivensorte Istrska Belica zeichnet sich zudem durch einen hohen Gehalt an Biophenolen aus. Statt einer speziellen „Longevity-Küche“ steht damit etwas Bodenständigeres im Mittelpunkt: frische Zutaten, kurze Wege und eine Esskultur, in der Genuss und Zeit am Tisch ihren festen Platz haben.
Weitere Informationen dazu finden sich auf www.portoroz.si/de und www.portoroz.si/wellness-spa

