Warum Piran der ideale Ort ist, um sich einfach mal zu „verlieren“

Ich kam ohne besonderen Plan nach Piran. Vielleicht war es nur dieser leise Ruf der Stadt, den wir manchmal überhören, wenn wir durch den Alltag hasten. Kennen Sie das Gefühl, wenn man nur ein paar Stunden Ruhe braucht, um durch enge Gassen zu schlendern und sich dem Ruf der Möwen, dem Rauschen der Wellen gegen die Felsen und den Gesprächen der Einheimischen hinzugeben? Wenn Sie jemals das Bedürfnis verspüren, einfach mal „abzutauchen“, ist Piran der ideale Ort dafür.

Begleiten Sie mich auf eine etwas andere Entdeckungstour durch Piran.

Am einfachsten erreichen Sie Piran mit dem Bus, der Sie von Portorož oder Lucija zum Busbahnhof der Stadt bringt. Vom Busbahnhof zum Tartini-Platz können Sie entweder am Meer entlang spazieren oder durch die Gassen der Stadt schlendern – die Entscheidung liegt bei Ihnen.

Pirans Gassen sind voller Leben. Farbenfrohe Fassaden schmaler, hoher Häuser, Fensterbänke voller Blumen und charmante Boutiquen mit handgemachten Souvenirs prägen das Bild. Für mich ist Piran in den frühen Morgenstunden der Sommerzeit am schönsten, wenn sich das Licht langsam seinen Weg durch die Gassen bahnt und verborgene Winkel beleuchtet. Einer dieser Orte ist ein kleiner Park auf halbem Weg zum Tartini-Platz. Besuchen Sie ihn, setzen Sie sich auf eine Bank und lauschen Sie den Klängen der Stadt. Zu Ihrer Linken hören und sehen Sie das Meer, zu Ihrer Rechten die Einheimischen, die ihrem Alltag zwischen den Häusern nachgehen. Mit etwas Glück hören Sie sogar das Vogelgezwitscher in den Baumkronen.

Piran als Wiege der Kunst und der Galerien

Piran war schon immer ein Synonym für Kunst. Damit meine ich nicht nur die Stadtgalerie und die Galerie Herman Pečarič oder die verschiedenen Ex-tempore-Veranstaltungen, sondern auch die reiche Musik- und Kulturgeschichte. Piran ist schließlich die Stadt des Musikvirtuosen Giuseppe Tartini.

Bevor Sie den Tartini-Platz erreichen – wenn Sie den Weg am Meer wählen –, erblicken Sie zu Ihrer Rechten ein rotes Gebäude: die Galerie Herman Pečarič. Die Galerie ist nach einem der bedeutendsten istrischen Maler benannt, der mit außergewöhnlichem Feingefühl Olivenbäume, die istrische Landschaft und das Alltagsleben der Einheimischen darstellte. Die Galerie trägt seinen Namen, weil der Künstler der Stadt sein umfangreiches Vermächtnis schenkte und Piran so zum Hüter seiner künstlerischen Vision und des kulturellen Erbes Istriens wurde.
Wenn Sie den Tartini-Platz erreichen, empfehle ich Ihnen, einen Moment innehalten. Betrachten Sie die interessante Ellipse des Platzes, die Gebäude, die ihn umgeben und schützend wirken, und in der Mitte, in all seiner Pracht, das Denkmal für Giuseppe Tartini. Das Standbild des Violinisten und Komponisten wurde am 2. August 1896 zum 200. Geburtstag des Künstlers auf dem Hauptplatz aufgestellt. Die Statue steht dort, wo früher das innere Hafenbecken, das sogenannte „Mandrač“, war. Erst im Jahr 1894 wurde es aus hygienischen Gründen zugeschüttet, wodurch der Platz entstand, den wir heute kennen.

Darf ich Ihnen ein Geheimnis verraten?

Lange 120 Jahre lang wusste niemand, dass der venezianische Bildhauer Antonio dal Zotto eine emotionale Widmung an seine verstorbene Frau Ida in den Rand der Bronzevioline eingeritzt hatte. Dies wurde erst 2016 bei einer Restaurierung mithilfe eines 3D-Scans entdeckt. Die Inschrift lautet: „Ida Lessiach Naya dal Zotto – gut, weise, schön, zu Gott gerufen“. Ida hatte den Bildhauer bei der Erschaffung der Statue beraten, starb jedoch vor deren Enthüllung.

Am Tartini-Platz können Sie auch das Tartini-Haus, die Stadtgalerie Piran, die Magische Welt der Muscheln oder Morigenos sowie das „Venezianerhaus“ (Benečanka) besichtigen, das wohl bekannteste Haus der Stadt.

Venezianischer Charme und handgemachte Erinnerungen

Spazieren Sie durch die Straße Ulica IX. Korpusa und entdecken Sie die kleinen Läden, die Sie mit wunderschönen handgefertigten Produkten verzaubern werden. Unter anderem finden Sie dort das Geschäft mit handgefertigten Häuschen aus Treibholz von der Künstlerin Nika, bekannt als „Nika’s Tiny House“. Wenn Ihr Herz für Keramik schlägt, werden Sie ebenfalls begeistert sein, denn in Piran gibt es mehrere Ateliers, in denen wunderschöne Stücke aus Ton und Porzellan entstehen.

Der Weg durch die Ulica IX. Korpusa führte mich fast von selbst hinauf zur St.-Georgs-Kirche, die über der Stadt wacht. Die wunderschöne venezianische Kirche mit ihrem Glockenturm, der eine verkleinerte Kopie des Campanile von San Marco in Venedig ist, birgt wertvolle Holzkruzifixe und venezianischen Barockglanz. Doch der wahre Zauber offenbart sich draußen auf der Kirchwiese. Von hier aus, unter dem wachsamen Auge des bronzenen Erzengels Michael, der auf der Turmspitze die Windrichtung anzeigt, öffnet sich Piran endlich in alle Richtungen. Der Tartini-Platz erscheint als perfekte Ellipse, eingefangen zwischen Dächern und Schornsteinen, während sich am Horizont die Umrisse der kroatischen Küste, von Triest und – bei klarer Sicht – sogar der verschneiten Alpen abzeichnen.

Erleben Sie Piran wie die Einheimischen

Steigen Sie von der Kirche hinab zur „Punta“, der Landspitze. Und keine Sorge: Auch wenn die Bora Ihre Wangen streichelt, wird Ihr Ausflug nach Piran von der Sonne begleitet sein. Im Sommer bietet die Punta eine bunte Kulisse aus Badetüchern auf den Felsen, Tauchern, die den Meeresgrund erkunden, und dem bunten Treiben von Einheimischen und Touristen.

Piran ist wundervoll. Sie können noch viele weitere malerische Ecken entdecken, aber glauben Sie mir: Setzen Sie sich in ein gemütliches Lokal an der Punta, gönnen Sie sich ein Glas istrischen Wein oder ein Erfrischungsgetränk und genießen Sie einfach. Lassen Sie sich von den Sonnenstrahlen, dem Blau des Meeres, dem Geschrei der Möwen und dem Treiben der Stadt verzaubern. Versuchen Sie, Piran wie ein Einheimischer zu erleben: Hasten Sie nicht, fühlen Sie die Stadt mit all Ihren Sinnen. Meistens erlebt man einen Ort am besten, wenn man sich einfach dem Augenblick und der Ruhe hingibt, die dieser Moment mit sich bringt.
Und glauben Sie mir, Piran ist wirklich der richtige Ort dafür.
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