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Geschichte von Portorož

Kurort mit langer Tradition

Portorož ist als Kurort schon seit dem13. Jahrhundert bekannt. Die Benediktiner aus dem Kloster des hl. Lorenz kurierten ihre Patienten mit Meereswasser und Salzwasser. Wohltuende Wirkungen dieser zwei eigenartigen Naturheilfaktoren bei Krankheiten wie Rheumatismus, Wassersucht, Lympfknotentuberkulose, Übergewicht und Wunden waren somit nah und fern bekannt.   

Bis zum Zerfall der Venezianischen Republik am Ende des 18. Jahrhunderts stand Portorož unter der venezianischen Herrschaft, danach übernahm die Macht die Österreisch-Ungarische Monarchie, die am Ende des 1. Weltkriegs  zerfiel. Nur von 1806 bis 1813 fiel Porotorž unter der französischen Herrschaft.

1879 begann dr. Giovanni Lugnano, Arzt aus Piran, rheumatische und andere Krankheiten mit Salzschlamm, Salzbad und mit Trinken von Salzwasser zu heilen. Der Ruf über die Heilwirkungen von Salz und über erfolgreiche Behandlungen breitete sich aus den nahe gelegenen Orten, von wo die ersten Patienten kamen, auch in die enfernten Gebieten der Österreich-Ungarischen Monarchie aus, die Istrien nach dem Zerfall der Venezianischen Republik (1797) bis 1813 regierte.

Nach 1885 kamen viele neue Gäste nach Portorož, was den Bau neuer Villen und Pensionen diktierte und gleichzeitig Intelektueller, Bankierer und Unternehmer aus Piran dazu förderte, 1890 eine Aktiengesellschaft zum Bau eines Kur- und Badeortes in Portorož zu gründen. Ein Jahr später gründeten sie in Piran die Badegesellschaft  »Stabilimento balneare di Pirano«. Von den Salinen von Piran kauften sie einen Baugrund, wo  ein neues Hotel mit 80 Zimmern, 120 Betten, einem Restaurant und Cafe' sowie Thermen mit 30 Schlafzimmern und mit einem eigenen Hallenbad bauten. Das war der Vorgänger des Hotels Palace. 

Architektonische Perfektion und der Glanz des alten Hotels Palace

Am 20. August 1910 wurde eines der schönsten Hotels an der Adriaküste, das Hotel Palace, geföffnet. Es erstrählte in all seinem Glanz und hatte 175 Zimmer, einen großen Speisesaal bzw. Mehrzwecksaal, eine große offene Terrasse, ein luxuriöses Empfangzimmer mit einem großen Bild von Glauco Cambon und Salons zum Lesen. Das Hotel wurde durch Korridoren mit den Thermen und dem Hallenbad mit Meereswasser verbunden, wo auch Behandlungen mit Schlammbad angeboten wurden.  Das ganze Kurortkomplex wurde mit der modernsten Behandlungsausrüstung dieser Zeit ausgestattet. Vor dem Hotel wurde ein neues Badeort aus Sand mit 200 Kabinen eingerichtet, die im Halbkreis aufgereiht wurden.  Das Badeort wurde vom renommierten Architekten Lodovico Braidotti aus Triest entworfen. Das Hotel Palace wurde wieder im Oktober 2008 neu geöffnet, wobei nur die alte Fassade behalten und in das Hotel Kempinski Palace Portorož (5-Sterne) umbenannt wurde. 

1913 ließ sich in Portorož cca 7.000 Gäste behandeln. Somit gewann Portorož an  internationalem Ansehen. Aufgrund des ersten und zweiten Weltkriegs hat sich seine Entwicklung verlangsamt, es erlebte aber wieder seine Blütezeit nach dem Jahr 1954, als die Thermen im alten Hotel Palace renoviert wurden. 1975 wurden die Thermen Palace zum Naturkurort erklärt. 10 Jahre später wurden die neuen Thermen Thalassotherapie Portorož geöffnet, die vier Hotels miteinander verbdunen und deren Angebot in den letzten Jahren verbessert und mit zusätzlichen Behandlungen ergänzt wurde. 

Geschichte der Luftfahrt

Die unternehmungslustigen Brüder Cosulich, ursprünglich aus der Insel Lošinj, hatten nach dem ersten Weltkrieg im Portoroser Tourismus einen großen Eigentümeranteil. Mit dem Kauf von FBA-Wasserflugzeugen mit drei Sitzen wollten sie zuerst das touristische Angebot bereichern, später gründeten sie die Fluggesellschaft SISA, mit der auch die erste regelmäßige Flugverbindung in diesem Teil Europas hergestellt wurde.

Der erste Flug wurde am 1. April 1926 von Portorož durch Venedig und Pavia bis zu 575 km entferntem Turin im Nordwesten Italien gemacht. Danach wurden den Gästen regelmäßige Fluglinien angeboten, zuerst dreimal wöchentlich, später auf täglicher Basis. Flugzeuge CANT 10, die die ersten Passagiere beförderten, wurden in der neu gegründeten Flugzeugfabrik in der Werft der Brüder Cosulich in Monfalcone in der Nähe von Triest hergestellt. Für längere Fluglinien mussten neue, größere und bequemere Flugzeuge produziert werden. Aus diesem Grund wurden 1928 in der Flugzeugfabrik Cosulich neue dreimotorige Holzglugzeuge CANT 22 produziert. Die Kabine im zentralen Teil des Flugzeugrumpfs hatte Platz für max. 12 Passagiere. Die Zugangsklappe befand sich am Dachteil der Kabine, gleich hinter dem Pilotensitz, daher mussten die Passagiere beim Einstieg in den Flugzeug die Holztreppe hinaufgehen, die die Angestellten direkt am Flugzeug anbrachten.  

In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts war Portorož durch Triest durch regelmäßige Fluglinien mit größeren Städten bis Marseill im Westen, Drač im Osten und Brindisi im Westadria verbunden.  

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